Das ist das Thema, über das niemand spricht, das aber wichtiger ist als alles andere. Ein schlecht gereinigtes Intimaccessoire birgt das Risiko von Reizungen oder Infektionen. Gut gepflegt begleitet es Sie jahrelang. Die gute Nachricht: Es dauert nur zwei Minuten.
Die Grundregel: vor und nachher
Man denkt immer an die Reinigung danach. Davor vergisst man oft. Doch zwischen zwei Anwendungen sammelt ein in einer Schublade aufbewahrtes Accessoire Staub, Stofffasern und Rückstände von Reinigungsmitteln an. Ein schnelles Abspülen vor Gebrauch verhindert, dass all das eingeführt wird.
Legen Sie ein Accessoire nach Gebrauch niemals weg, ohne es gewaschen und vollständig getrocknet zu haben. Restfeuchtigkeit ist der Hauptgrund für schlechte Gerüche und Bakterienwachstum.
Material für Material
Silikon
Das unkomplizierteste Material. Lauwarmes Wasser, milde Seife mit neutralem pH-Wert, gründliches Abspülen, an der Luft oder mit einem sauberen Tuch trocknen. Wenn das Accessoire vollständig aus Silikon und ohne Elektronik ist, können Sie es zur Tiefendesinfektion einige Minuten in kochendes Wasser tauchen.
Borosilikatglas
Das einfachste von allen: nicht porös, es hält nichts zurück. Heißes Seifenwasser genügt. Überprüfen Sie einfach vor jedem Gebrauch, ob es keine Absplitterungen oder Mikrorisse gibt; im Zweifelsfall nicht mehr verwenden.
Metall
Die gleiche Einfachheit wie Glas. Edelstahl verträgt heißes Wasser problemlos. Trocknen Sie es gut, um Spuren zu vermeiden.
ABS und starre Kunststoffe
Sie sind ebenfalls nicht porös, aber oft mit Elektronik verbunden. Mit einem feuchten Tuch und milder Seife reinigen, nicht eintauchen, wenn das Zubehör nicht als wasserdicht angegeben ist.
TPE, TPR, Jelly
Diese flexiblen Materialien sind porös: Sie behalten Mikrorückstände, die durch keine Wäsche vollständig entfernt werden können. Reinigen Sie sie sorgfältig, trocknen Sie sie perfekt, verwenden Sie sie vorzugsweise mit einem Kondom und ersetzen Sie sie, sobald die Oberfläche klebrig wird oder den Geruch ändert.
Die drei Fehler, die wirklich schaden
- 90%iger Alkohol oder Haushaltsdesinfektionsmittel. Sie trocknen Silikon aus und machen es irreversibel klebrig.
- Die Spülmaschine. Selbst bei einem wasserdichten Accessoire zerstören Hitze und aggressive Reinigungsmittel die Dichtungen und Oberflächen.
- Ein nicht wasserdichtes Accessoire eintauchen. Suchen Sie nach der IPX7-Kennzeichnung: Ohne diese wird es mit einem feuchten Tuch gereinigt, niemals unter fließendem Wasser.
Braucht man einen speziellen Reiniger?
Ein mildes Seifenmittel reicht in den meisten Fällen aus. Ein spezieller Reiniger hat zwei echte Vorteile: Er ist so formuliert, dass er Silikon nicht angreift, und er wird als Spray ohne Abspülen verwendet, was praktisch ist, wenn man keine Lust hat, wieder aufzustehen. Vermeiden Sie hingegen parfümierte oder antibakterielle Seifen aus dem Handel, da diese für Schleimhäute zu aggressiv sind.
Die Lagerung, der vernachlässigte Schritt
Lagern Sie niemals zwei Silikonaccessoires in direktem Kontakt: Bestimmte Formulierungen reagieren miteinander und die Oberfläche wird klebrig. Eine Stofftasche pro Accessoire, an einem trockenen und lichtgeschützten Ort, löst das Problem. Entfernen Sie die Batterien aus Modellen, die Sie über mehrere Wochen nicht verwenden.
Und das Gleitmittel bei all dem?
Ein wichtiger Punkt: Verwenden Sie niemals Gleitmittel auf Silikonbasis auf einem Silikonaccessoire. Die beiden Materialien reagieren miteinander und die Oberfläche wird dauerhaft geschädigt. Bei Silikon verwenden Sie ein Gleitmittel auf Wasserbasis. Bei Glas oder Metall ist alles erlaubt. Wir erläutern all dies in unserem Artikel über die Wahl des Gleitmittels.
Zwei Minuten Pflege, und Ihr Accessoire bleibt jahrelang sauber und angenehm. Das ist das beste Aufwand-Nutzen-Verhältnis in Ihrem gesamten Intimleben.